Projektbeschrieb

Ab Ende 2020 bis August 2022 bieten das Kompetenzzentrum für Migration und Trauma und NCBI  im Kanton Zürich und angrenzenden Kantonen Unterstützung für psychisch belasteten Geflüchtete als Teil eines nationales Demonstrationsprojekt.

Die niederschwellige Stabilisierung traumatisierter Geflüchteter wird gefördert durch die Entwicklung eines innovativen interdisziplinären, hybrid-finanzierten Kooperation zwischen Psychiatrie und Soziointegration. Das Ziel ist es, psychisch belastende, postmigratorische Stressfaktoren zu reduzieren. Dieser (kosten)effektivere Ansatz erreicht psychisch überforderte Geflüchtete auf Empfehlung von Betreuung, Sozialamt, Polizei u.a., idealerweise bevor die Klient/innen dekompensieren oder suizidal werden.

Weitergebildete Ärzt*innen diagnostizieren und empfehlen zielgerichtete ambulante Begleitung durch vom Sozial- oder Gesundheitswesen finanzierte, speziell ausgebildete «Brückenbauer*innen» (engagierte, integrierte Geflüchtete), die Patient*innen entlasten, orientieren und mit anderen Ressourcen in Verbindung bringen.

An den Runden Tischen kommen Stakeholders wie Krankenversicherungen, Sozialämter, KESB, Asylbetreuung, Medizin usw. zusammen, um Bedürfnisse, Rollen, Abläufe, Effektivität und kooperative Finanzierungsmöglichkeiten zu klären.

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Informationen Klient*innen-Aufnahme

Fallführende Stellen (Sozialdienste, KESB usw.), medizinische Fachpersonen oder andere Stellen und Individuen können mögliche Klient*innen anmelden: Geflüchtete mit psychischen und sozio-integrativen Schwierigkeiten (Sprachen: Tigrinya und andere eritreische Sprachen, Arabisch, Farsi, Kurdisch, Somalisch, Tamilisch, Deutsch, Englisch)

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Weiterbildungen für medizinische oder soziale Fachpersonen

Interdisziplinäre Weiterbildung: Kooperation zwischen Psychiatrie und Sozialwesen in der Begleitung von belasteten Geflüchteten

Erstmaliges Angebot am Montag, 19. April 2021, 17- 19h online
Folgetermin am Montag, 07. Juni 2021, 17-19h online

Die Betreuung von psychisch belasteten Geflüchteten stellt das Schweizer Gesundheits- und Sozialsystem vor Herausforderungen. Eine innovative Kooperation zwischen Psychiatrie und Soziointegration wird am 19. April 2021 von 17 bis 19 Uhr online zum ersten Mal präsentiert. Am 07. Juni wird die Weiterbildung von 17 bis 19 Uhr zum zweiten Mal online durchgeführt. Es handelt sich um ein nationales Demonstrationsprojekt zur Begleitung von belasteten Geflüchteten. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welchem Datum Sie die Weiterbildung besuchen möchten.

Erweiterung der Kooperation mit Fachpersonen

Das Projekt strebt eine Erweiterung der Kooperation durch die Zusammenarbeit mit weiteren medizinischen Fachpersonen und sozialen Stellen an. Interessierte können sich melden, um allenfalls Klient*innen für das Projekt anzumelden und mit den Brückenbauer*innen zusammen zu arbeiten.

Referierende:

  • med. Fana Asefaw, Oberärztin am Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Klinik Clienia Littenheid, Leiterin Kompetenzzentrum für Migration und Trauma
  • Ron Halbright Pädagoge/Ethnologe, Ko-Geschäftsleiter NCBI Schweiz
  • Brückenbauer*innen aus dem Projekt
  • Dr. Simon Wieser, Leiter Institut für Gesundheitsökonomie in Winterthur ZHAW

Themen:

  • Vorstellung Projekt «Brückenbauer*innen für die psychische Gesundheit von Geflüchteten» (Bedürfnis, Angebot, Erfahrung)
  • Symptomatik und Anamnese traumatisierter/psychisch belasteter Geflüchteten
  • Abgrenzung und Zusammenhänge zwischen medizinischen und soziointegrativen Ursachen und Interventionen
  • Optimierung Zusammenarbeit Medizin und Soziointegration: Abläufe und hybride Finanzierung
  • Fallbeispiele
  • Möglichkeiten für interessierte Teilnehmende für eine Kooperation

Zielgruppe: Ärzt*innen, Psychotherapeut*innen, Sozialdienste, KESB-Mitarbeitende, Krankenversicherungen, Asylwesen, Schulsozialarbeitende, weiteres Gesundheitspersonal und andere Fachpersonen, die mit psychisch belasteten Geflüchteten zu tun haben.

Kosten: Normaltarif – CHF 90
Ermässigung – CHF 50

Für Fragen und weitere Informationen melden Sie sich bitte bei der Projektkoordination unter bbtrauma@ncbi.ch oder 044 721 10 50.

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Zur Anmeldung

Informationen Runde Tische Nachhaltigkeit

Im Rahmen des Pilotprojekts werden sechs Runde Tische Nachhaltigkeit durchgeführt, an denen die interdisziplinäre Zusammenarbeit und deren Finanzierung diskutiert und reflektiert wird. Zur Teilnahme werden die Gemeinden, Kantone, Institutionen aus dem Gesundheitswesen und Krankenversicherungen u.a. eingeladen. Gemeinsam werden Herausforderungen im System der Betreuung von psychisch belasteten Geflüchteten diskutiert und Lösungsansätze entwickelt. Dafür werden die hybride Finanzierung, die Abläufe und das Fallmonitoring des Projektes optimiert und systematisiert sowie weitere Empfehlungen erarbeitet. Durch den Austausch an den Runden Tischen Nachhaltigkeit soll der Bedarf, die Diagnostik, die Methodik und die Abläufe ständig optimiert werden, um eine wirksame und effiziente Behandlung zu ermöglichen.

Die Runden Tische Nachhaltigkeit werden im Januar 2021 lanciert.

Informationen folgen. Bei Fragen kontaktieren Sie uns per E-Mail: bbtrauma@ncbi.ch

Medienbeiträge

Hintergrundinformationen

Artikel über psychische Gesundheit von Geflüchteten von Dr. Fana Asefaw

Informationen über die psychische Gesundheit während der Corona-Zeit in verschiedenen Sprachen:

Anmeldung für Weiterbildung

Alle mit Sternchen* gezeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Team und Kontakt

Projektleitung: Ron Halbright und Fana Asefaw
Projektkoordination: Rachel Wittwer, Franziska Rhiner (bbtrauma@ncbi.ch)

Das Projekt wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Projektförderung Prävention in der Gesundheitsversorgung von Gesundheitsförderung Schweiz