Peacemaker
– FriedensstifterInnen auf dem Pausenplatz
Das Programm «Peacemaker» hat zum Ziel, die anhaltende
Gewalt an Schulen abzubauen und ihr vorzubeugen. Während
einer Projektwoche zum Thema Gewalt und Frieden lernen von
der Klasse gewählte SchülerInnen, in hitzigen Situationen
auf dem Pausenplatz mit kühlem Kopf schlichtend einzuschreiten
und die Lage zu entspannen.
Es bestehen einige Peacemaker-Programme an verschiedenen
Schweizer Schulen. Die Vision von NCBI ist es, möglichst
vielen Schulen die Möglichkeit zu bieten, Peacemaker
auszubilden und Gewaltprävention von der Basis aus durchzuführen.
Was sind die Ziele eines Peacemaker-Projektes?
• Die ganze Schule setzt sich mit dem Thema „Frieden“
auseinander
– auf der persönlichen, der Klassen- und der
Schulebene
• Bewusstseinsförderung und Sensibilisierung der
schulhauseigenen
Streitkultur und Gewaltdynamik
• Auseinandersetzung mit Definitionen von «Gewalt»;
Schärfung
des Blicks für die Gewaltarten, die an der eigenen
Schule
vorkommen
• Entwicklung der gewaltfreien Konfliktlösungsfertigkeiten
der
SchülerInnen
und der Lehrkräfte
• Ausbildung und Begleitung einer Gruppe interessierter
und
motivierter
SchülerInnen als FriedensstifertInnen, ohne sie in
dieser
Funktion zu überfordern
Wer eignet sich als Peacemaker?
Gute Peacemaker sind Schülerinnen und Schüler, die...
• ... bereits Frieden gestiftet haben
• ... fair sind und gut zuhören können
• ... mutig sind und ihre Meinung zu sagen wagen
• ... daran interessiert sind, Konflikte ohne Gewalt
zu lösen
• ... die Vielfalt unter den Schülerinnen und Schülern
repräsentieren
– also Buben und Mädchen, verschiedene
Nationalitäten,
verschiedene Interessen und Hobbies,
verschiedene
Gruppen auf dem Pausenplatz...
Gute Noten und braves Schulverhalten sind nicht ausschlaggebend.
Was sind die Aufgaben der Peacemaker?
Die Peacemaker haben als wichtigste Aufgabe zu versuchen,
jede Woche mindestens einmal bei einem Konflikt auf dem Pausenplatz
oder in ihrer Klasse konstruktiv einzugreifen. Dabei werden
Sie von den Betreuungspersonen und den Lehrkräften unterstützt.
• Peacemaker-Arbeit ist freiwillig.
• Peacemaker sind keine Polizisten – sie patrouillieren
nicht
auf
dem Pausenplatz, bis sie einen Streit gefunden haben,
sondern
machen Pause wie alle anderen auch.
• Peacemaker sind keine Richterinnen – sie urteilen
nicht, wer
schuldig
ist und verhängen keine Sanktionen.
• Peacemaker sind keine Lehrkräfte – sie
ersetzen nicht die
Pausenaufsicht.
• Peacemaker können anderen Schülerinnen und
Schülern
dabei
helfen, für ihre Konflikte konstruktive und friedliche
Lösungen
zu finden.
• Peacemaker bieten ihre Hilfe an – die Streitenden
entscheiden,
ob sie dieses Angebot annehmen wollen
• Peacemaker sind fair – sie ergreifen nicht Partei
für die eine
oder
andere Seite.
Nicht jeder Streit muss von den Peacemaker gelöst werden
können – wenn nötig suchen Peacemaker Hilfe
bei den Kontaktlehrpersonen oder der Pausenaufsicht.
Dieses zweiteilige Interview mit Urs Urech, dem langjährigen
Leiter des NCBI-Programms "Peacemaker", vermittelt
einen guten Überblick über die Aufgaben und den
Alltag eines Peacemaker: Teil
1 (mp3-Format, 3 MB) / Teil
2 (mp3-Format, 5.6 MB). Es wurde von Radio Argovia am
21. September 2007 ausgestrahlt.
In der hörenswerten Sendung "Treffpunkt" vom
11. September 2009 zum Thema "Pausenplatz" werden
die Peacemakers ebenfalls erwähnt. Die gesamte Sendung
kann hier heruntergeladen
werden (mp3-Format, 45.4 MB).
Der folgende Artikel
vermittelt einen guten Überblick über das Programm
"Peacemaker" und seine Ziele (pdf-Format, 836 KB).
Publikation: "Peacemaker. Gewalt, Eskalation
und Konflikte schlichten"
Frieden stiften kann gelernt werden!
Der praktische Ordner (inkl. Poster) zeigt Lehrpersonen und
anderen, die mit Gruppen von Kindern und Jugendlichen arbeiten,
wie sie praxiserprobte Lektionen im Bereich Gewaltprävention
gestalten können.
Ein Informationsblatt zum Peacemaker-Ordner
können Sie hier
herunterladen (pdf-Format, 248 KB). Er kann gegen Rechnung
hier bestellt werden.
Arbeiten Sie mit dem erprobten Rubbelthermometer
und finden Sie Lösungen, wie ein eskalierender Konflikt
abgekühlt werden kann. Das Faltblatt zum Rubbeln kann
hier bestellt und hier
angeschaut werden (pdf-Format, 420 KB). Auf der Rückseite
(pdf-Format, 3.9 MB) finden Sie viele Informationen zum Peacemaker-Programm
von NCBI.
Programmleitung: Ron Halbright,
ron.halbright(at)ncbi.ch
Zum Ablauf (pdf-Format, 128
KB) und den Zielen
(pdf-Format (72 KB) eines Peacemaker-Projektes können
Sie hier weitere Informationen herunterladen.
Informationen zu anderen NCBI Programmen im Bereich Friedenserziehung
finden Sie hier.
Links zu Peacemaker-Schulen
Primarschule
Feldmatt, Ebikon
Schule
Hombrechtikon
Schulhaus
Altikofen, Worblaufen
Schule
Letzi, Zürich
Primarschule
Meilen
Schule
Illnau Effretikon
OS Im
Sand, Visp
Links zu Artikeln zum Peacemaker-Projekt:
Tagesanzeiger:
Wenn Peacemaker Frieden stiften
Kleine
Friedensstifter - Migros-Magazin 13/2006
friZ - Zeitschrift für Friedenspolitik
Erste Friedensstifter im Vorderland
(pdf-Format, 864 KB)
Coop-Zeitung 44/2000 (pdf-Format,
220 KB) Kinder_lernen_frieden_zu_stiften
(pdf-Format, 912 KB)
Twanner Schulkinder stiften Frieden
(pdf-Format, 268 KB)
"Peace" auf dem Pausenplatz
(pdf-Format, 40 KB)
"Die baggeret mi Fründ
aa!" (pdf-Format, 96 KB)
Peacemaker sind Glühwürmchen
(pdf-Format, 56 KB)
Kreis der Friedensstifter
wächst (pdf-Format, 528 KB)
Konflikte lösen statt
büffeln (pdf-Format, 960 KB)
Gewalt in der Pfadi, Scout
- Magazin der Pfadibewegung Schweiz, 1/06 (pdf-format, 1 MB)
Peacemaker - Friedenstifter
auf dem Pausenplatz, Tangram 5/2007, Seiten 102/3 (pdf-Format,
204 KB)
Kühlen Kopf bewahren,
Aargauer Zeitung (pdf-Format, 1.2 MB)
Friedenstifter auf dem Pausenplatz,
Basler Zeitung (pdf-Format,
1012 KB)
Crashkurs für kleine
Friedensstifter, Tages Anzeiger (pdf-Format, 264 KB)
"Null Gewalt gibts nirgends",
Zürichsee-Zeitung Bezirk Horgen (pdf-Format, 3.8 MB)
Andere Medienberichte:
- NZZ-Format
vom 9.3.2003 - in dieser Ausgabe von NZZ Format wurde
über das Peacemakerprojekt an der Schule in Hombrechtikon
berichtet. Auf dieser Seite findet sich ein Transkript der
Sendung; es beginnt bei Minute 14.25
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