Konstruktiver Umgang mit aggressiven und gewalttätigen Jugendlichen

Der Themenkreis „Jugend und Gewalt“ ist in aller Munde. Der Bundesratsbericht „Jugend und Gewalt. Wirksame Prävention in den Bereichen Familie, Schule, Sozialraum und Medien“ sowie verschiedene Studien und Statistiken kommen zum Schluss, dass eine allfällige Zunahme von Gewalttaten Jugendlicher und junger Erwachsener auf das Konto einer relativ kleinen Gruppe so genannter „Extremtäter“ (seltener „Extremtäterinnen) geht. Diese fallen in der Regel schon früh durch gewalttätiges oder anderweitig herausforderndes Verhalten auf; doch entweder wird nicht genau genug hingesehen und korrigierende Massnahmen bleiben aus oder die Massnahmen, die tatsächlich ergriffen werden, verhindern diese Entwicklung nicht effektiv genug.

Spricht man mit Lehrpersonen, Schulleitenden, Schulsozial- oder Jugendarbeitenden sowie weiteren Fachpersonen kommt man zum Schluss, dass (zu) viele Instanzen und selbst Fachpersonen von einem frühzeitigen, aber konstruktiven Umgang mit Täter/innen überfordert sind. Es fehlt dabei nicht an generellem Wissen im Bereich Gewaltprävention und Konfliktlösung; dieses ist an vielen Orten vorhanden. Was fehlt sind oftmals aber ein vertieftes Bild darüber, was in Täter/innen vorgeht, das Verständnis für die individuellen Beweggründe, die zum gewalttätigen Verhalten führen sowie ein fundiertes, an der Praxis orientiertes Instrumentarium, wie konstruktiv und effektiv Gespräche mit jungen Leuten geführt werden können, bei denen sich ein Täterprofil zu automatisieren droht.


Ziele:

Im Schulungsmodul werden die folgenden Fragen gestellt und Themen behandelt:

Zielgruppen:

Das Ausbildungsmodul richtet sich an Lehrpersonen und Schulsozialarbeitende, Jugendarbeitende, Mitarbeitende in Jugendverbänden und Jugendorganisationen, sonstige Interessierte. Am Schulungsmodul nehmen zwischen 12 und 25 Personen teil.

Form:

Das gesamte Schulungsmodul umfasst drei Kurstage, die über 2 Monate verteilt stattfinden; zwischen den einzelnen Kurstagen wird mit Arbeits- und/oder Beobachtungsaufträgen konkret an der Optimierung der eigenen Arbeitspraxis gearbeitet. An den Kurstagen wird generell zu mind. 50% praxisorientiert gearbeitet.

Die Teilnahme am Schulungsmodul kostet SFr. 640.- (inkl. Kursunterlagen und Mittagessen); auf Anfrage ist eine Teilnahme zu einem ermässigten Preis möglich.

Dieser Weiterbildungskurs wird das nächste Mal am 2./3. März und am 27. April 2012 im Raum Olten durchgeführt. Die Ausschreibung kann heruntergeladen werden (308 KB); anmelden können Sie sich direkt online.

Sie können das Konzept mit weiteren Informationen zu diesem Schulungsmodul hier herunterladen (1.9 MB).


aktualisiert am: 29.09.2011, webmaster

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