no more rumore

Prävention von Vandalismus und Zerstörungswut

Durch Sachbeschädigung und Vandalenakte entstehen in der Stadt und Region Bern jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. Dabei handelt es sich in erster Linie um zerkratzte Scheiben in Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs, um Sprayereien, Tags und sonstige Schriftzüge auf Wänden, Plakaten und an Haltestellen sowie um demolierte Gegenstände und Verschmutzung im öffentlichen Raum. Unter dem Begriff „Vandalismus“ werden also so unterschiedliche Phänomene wie Zerstörungswut, Verdreckung und auch gewisse (aus Sicht der Täterinnen und Täter) öffentliche Ausdrucks- und Kunstformen subsumiert. Von solchen Vandalenakten betroffen sind neben den Gemeinden und dem Kanton in erster Linie Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die Verkehrsbetriebe der Region, Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhaber, Schulen und Jugendtreffs. Die Reinigungs- und Reparaturkosten steigen für viele im öffentlichen Raum präsente Gemeinwesen, Institutionen und Firmen – und damit auch der Unmut, das Unverständnis für und die Wut über die Täterschaft. Es besteht ein klarer Handlungsbedarf.
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Das Netzwerk „no more rumore“

Um diesem Phänomen präventiv, nachhaltig, differenziert und vernetzt entgegen treten zu können, formierte sich im Frühjahr 2006 unter dem Namen „no more rumore“ eine interdisziplinär zusammengesetzte Fachgruppe mit Vertretern aus den Bereichen Schule, Polizei, öV, Jugendarbeit und Gewaltprävention.
In regelmässig stattfindenden Sitzungen wurden in dieser Fachgruppe die Ursachen von Vandalismus und Sachbeschädigung diskutiert, bestehende Ansätze für Projekte im Bereich Vandalismusprävention kritisch durchleuchtet und eigene Handlungsansätze initiiert. Nicht zuletzt wurden in dieser Gruppe aber auch die anwesenden Perspektiven verglichen und in Bezug zueinander gebracht – dieser Austausch über den Tellerrand hinaus erweitert die Perspektive und das Verständnis und macht breit abgestützte, nachhaltig wirksame Lösungsansätze möglich.

Ziele von „no more rumore“

  • „no more rumore wirkt präventiv; angesetzt wird nicht primär bei den Symptomen, sondern es werden wo immer möglich die Ursachen beseitigt. Delikte sollen selbstverständlich geahndet werden. Nur mit ausschliesslich repressiven Ansätzen können Sachbeschädigungen und Vandalenakte jedoch nicht aus der Welt geschafft werden.
  • „no more rumore“ arbeitet nachhaltig; angestrebt werden in jeder Projektumsetzung Massnahmen, die auf der institutionellen und persönlichen Ebene ansetzen – und Spuren hinterlassen.
  • „no more rumore“ denkt differenziert, auf Plattitüden und vorschnelle Vereinfachungen wird verzichtet; eine genaue Begriffsklärung und der Einbezug aller relevanten Ansprechpersonen ist uns wichtig.
  • „no more rumore“ vernetzt verschiedene Perspektiven, unterschiedliche Akteurinnen und Akteuren, um so breit abgestützte und möglichst wirksame Lösungsansätze entwickeln, testen und umsetzen zu können.

Wer steckt hinter „no more rumore“?

Neben der Berner Sektion von NCBI beteiligen sich die folgenden Institutionen am Projekt „no more rumore“:
BERNMOBIL
Projekt gggfon – Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus
• Kantonspolizei Bern – Abteilung Prävention
• Schulen der Stadt Bern

Die vernetze offene Jugendarbeit VOJA beobachtet „no more rumore“ und kann sich vorstellen, zu einem späteren Zeitpunkt aktiv in der Fachgruppe mitzuarbeiten.

 

Diese von der Projektgruppe erstellte Projektskizze gibt Einblick in die Hintergründe und die Analyse der Thematik, von der „no more rumore“ ausgeht (304 KB).

In der Zeitung „Der Bund“ erschien am 8. Juni unter dem Titel „Zerkratzte Scheiben und kaputte Sitze“ ein Artikel über die zweite Aktionswoche von „no more rumore“ an Berner Schulen (136 KB).

Kontakt:

NCBI Bern
Schwanengasse 9
3011 Bern
Tel. 031 311 55 09
Fax: 031 312 40 45
bern(at)ncbi.ch