Peacemaker – Friedensstifter/innen auf dem Pausenplatz
Das Programm «Peacemaker» hat zum Ziel, die anhaltende Gewalt an Schulen abzubauen und ihr vorzubeugen. Während einer Projektwoche zum Thema Gewalt und Frieden lernen von der Klasse gewählte Schüler/innen, in hitzigen Situationen auf dem Pausenplatz mit kühlem Kopf schlichtend einzuschreiten und die Lage zu entspannen.
Es bestehen rund 70 Peacemaker-Programme an verschiedenen Schweizer Schulen. Die Vision von NCBI ist es, möglichst vielen Schulen die Möglichkeit zu bieten, Peacemaker auszubilden und Gewaltprävention von der Basis aus durchzuführen.
Was sind die Ziele eines Peacemaker-Projektes?
- Die ganze Schule setzt sich mit dem Thema „Frieden“ auseinander – auf der persönlichen, der Klassen- und der Schulebene
- Bewusstseinsförderung und Sensibilisierung der schulhauseigenen Streitkultur und Gewaltdynamik
- Auseinandersetzung mit Definitionen von «Gewalt»; Schärfung des Blicks für die Gewaltarten, die an der eigenen Schule vorkommen
- Entwicklung der gewaltfreien Konfliktlösungsfertigkeiten der Schüler/innen und der Lehrkräfte
- Ausbildung und Begleitung einer Gruppe interessierter und motivierter Schüler/innen als Friedensstifter/innen, ohne sie in dieser Funktion zu überfordern
Wer eignet sich als Peacemaker?
Gute Peacemaker sind Schülerinnen und Schüler, die...
- ... bereits Frieden gestiftet haben
- ... fair sind und gut zuhören können
- ... mutig sind und ihre Meinung zu sagen wagen
- ... daran interessiert sind, Konflikte ohne Gewalt zu lösen
- ... die Vielfalt unter den Schülerinnen und Schülern repräsentieren – also Buben und Mädchen, verschiedene Nationalitäten, verschiedene Interessen und Hobbies, verschiedene Gruppen auf dem Pausenplatz...
- Gute Noten und braves Schulverhalten sind nicht ausschlaggebend.
Was sind die Aufgaben der Peacemaker?
Die Peacemaker haben als wichtigste Aufgabe zu versuchen, jede Woche mindestens einmal bei einem Konflikt auf dem Pausenplatz oder in ihrer Klasse konstruktiv einzugreifen. Dabei werden Sie von den Betreuungspersonen und den Lehrkräften unterstützt.
- Peacemaker-Arbeit ist freiwillig.
- Peacemaker sind keine Polizist/innen – sie patrouillieren nicht auf dem Pausenplatz, bis sie einen Streit gefunden haben, sondern machen Pause wie alle anderen auch.
- Peacemaker sind keine Richter/innen – sie urteilen nicht, wer schuldig ist und verhängen keine Sanktionen; sie schlichten Streit.
- Peacemaker sind keine Lehrkräfte – sie ersetzen nicht die Pausenaufsicht.
- Peacemaker können anderen Schülerinnen und Schülern dabei helfen, für ihre Konflikte konstruktive und friedliche Lösungen zu finden.
- Peacemaker bieten ihre Hilfe an – die Streitenden entscheiden, ob sie dieses Angebot annehmen wollen
- Peacemaker sind fair – sie ergreifen nicht Partei für die eine oder andere Seite.
Nicht jeder Streit muss von den Peacemaker gelöst werden können – wenn nötig suchen Peacemaker Hilfe bei den Kontaktlehrpersonen oder der Pausenaufsicht.
Dieses zweiteilige Interview mit Urs Urech, dem langjährigen Leiter des NCBI-Programms "Peacemaker", vermittelt einen guten Überblick über die Aufgaben und den Alltag eines Peacemaker: Teil 1 (3 MB) / Teil 2 (5.6 MB). Es wurde von Radio Argovia am 21. September 2007 ausgestrahlt.
In der hörenswerten Sendung "Treffpunkt" vom 11. September 2009 zum Thema "Pausenplatz" werden die Peacemakers ebenfalls erwähnt. Die gesamte Sendung kann heruntergeladen werden (45.4 MB).
Der Artikel "Peace statt fies" vermittelt einen guten Überblick über das Programm "Peacemaker" und seine Ziele (836 KB).
Publikation: "Peacemaker. Gewalt, Eskalation und Konflikte schlichten"
Frieden stiften kann gelernt werden!
Der praktische Ordner (inkl. Poster) zeigt Lehrpersonen und anderen, die mit Gruppen von Kindern und Jugendlichen arbeiten, wie sie praxiserprobte Lektionen im Bereich Gewaltprävention gestalten können.
Ein Informationsblatt zum Peacemaker-Ordner können Sie herunterladen (248 KB). Der Ordner kann gegen Rechnung bestellt werden.
Arbeiten Sie mit dem erprobten Rubbelthermometer und finden Sie Lösungen, wie ein eskalierender Konflikt abgekühlt werden kann. Das Faltblatt zum Rubbeln kann bei NCBI bestellt und hier angeschaut werden (420 KB). Auf der Rückseite (3.9 MB) finden Sie viele Informationen zum Peacemaker-Programm von NCBI.
Programmleitung: Ron Halbright, ron.halbright(at)ncbi.ch
Zum Ablauf (132 KB) und den Zielen (72 KB) eines Peacemaker-Projektes können Sie hier weitere Informationen herunterladen.
Informationen zu anderen NCBI Programmen im Bereich Friedenserziehung finden Sie hier.
Links zu einigen ausgewählten Peacemaker-Schulen:
Primarschule Feldmatt, Ebikon
Schule Hombrechtikon
Schulhaus Altikofen, Worblaufen
Schulhaus Rüeggisingen, Emmen
Links zu Artikeln zum Peacemaker-Projekt:
Eschenbacher Schüler sollen selber Frieden stiften können, Südostschweiz, 21.3.2012
Frieden stiften auf dem Pausenplatz, Bieler Tagblatt vom 12.5.2011 (136 KB)
Kleine Friedensstifter, Migros-Magazin 13/2006
Peacemaker - die Friedensstifter auf dem Pausenplatz, FriZ - Zeitschrift für Friedenspolitik
Erste Friedensstifter im Vorderland, Appenzeller Zeitung vom 27.9.2006 (864 KB)
Frieden an der Schule, Coop-Zeitung 44/2000 (220 KB)
Kinder lernen, Frieden zu stiften, Tages Anzeiger vom 19.6.2002 (912 KB)
"Die baggeret mi Fründ aa!", Der Bund vom 28.10.2004 (96 KB)
Kreis der Friedensstifter wächst, St. Galler Tagblatt vom 13.4.2005 (528 KB)
Konflikte lösen statt büffeln, Tages Anzeiger, Regionalausgabe, 5.10.2005 (960 KB)
Gewalt in der Pfadi, Scout - Magazin der Pfadibewegung Schweiz, 1/06 (1 MB)
Peacemaker - Friedenstifter auf dem Pausenplatz, Tangram 5/2007, Seiten 102/3 (204 KB)
Kühlen Kopf bewahren, Aargauer Zeitung vom 29.11.2007 (1.2 MB)
Friedenstifter auf dem Pausenplatz, Basler Zeitung vom 30.11.2007 (1012 KB)
Crashkurs für kleine Friedensstifter, Tages Anzeiger vom 27.11.2008 (264 KB)
"Null Gewalt gibts nirgends", Zürichsee-Zeitung Bezirk Horgen vom 2.11.2009 (pdf-Format, 3.8 MB)
Andere Medienberichte:
NZZ-Format vom 9.3.2003 - in dieser Ausgabe von NZZ Format wurde über das Peacemakerprojekt an der Schule in Hombrechtikon berichtet. Auf dieser Seite findet sich ein Transkript der Sendung; es beginnt bei Minute 14.25
aktualisiert am: 22.03.2012, webmaster

