Gesucht: Kinder- und Jugendgruppen für lokale Projekte!
Keine Daheimnisse – Erhebe deine Stimme gegen Körperstrafen und hole Hilfe!Das Ziel
Mit „Keine Daheimnisse!“ lanciert NCBI Schweiz ein partizipatives Jugendprojekt, um das Thema Körperstrafen mit Kindern und Jugendlichen konstruktiv anzugehen. In Ergänzung zur Arbeit anderer Organisationen mit Eltern werden in diesem Projekt Kinder und Jugendlichen zu Wort kommen. Das Projekt fördert die Auseinandersetzung mit dem Thema und sensibilisiert Kinder und Jugendliche dafür, dass Körperstrafen nicht in Ordnung sind.
Da nun das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), Migros Kulturprozent, Gesundheitsförderung Schweiz sowie die Stiftung Kinder und Gewalt ihre finanzielle Unterstützung zugesagt haben, kann das Projekt nun definitiv gestartet werden.
Das Projekt: Kinder- und Jugendgruppen gesucht
Es werden 10-20 Kinder- und Jugendgruppen der offenen, verbandlichen und kirchlichen Jugendarbeit, Schulklassen, Peacemakergruppen etc. aus der Deutschschweiz gesucht, die daran interessiert sind, sich in Form eines lokalen Projekts zu beteiligen. Mit Unterstützung von NCBI werden Aktivitäten geplant, um Kinder und Jugendliche in die Auseinandersetzung mit dem Thema zu führen. Als Einstieg werden alle den von NCBI geleiteten Workshop „Keine Daheimnisse! Wir sprechen über Körperstrafen“ besuchen. Danach führen die Jugendlichen als feste Projektbestandteile Interviews mit verschiedenen Personen und gestalten ihren eigenen Flyer. So werden „Daheim-Geheimnisse“ angesprochen. Anlässlich eines lokalen Events werden die erarbeiteten Inhalte vorgestellt und so auch die lokalen Bevölkerung angesprochen und sensibilisiert. Indem die Kinder und Jugendlichen ihre Meinungen und Ideen nach aussen präsentieren, tragen sie ein Stück weit zur Enttabuisierung des Themas bei.
Ausführliche Informationen zum Projekt "Keine Daheimnisse!" sind auf der projekteigenenen Website zu finden.
Keine Daheimnisse
Die Hintergrundinformationen
In 19 europäischen Ländern existiert ein gesetzliches Verbot von körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen und anderen entwürdigenden Massnahmen gegenüber Kindern und Jugendlichen. Obwohl die Schweiz die UNO-Kinderrechtskonvention, welche die Vertragsstaaten dazu verpflichtet, Kinder vor jeglicher Form körperlicher Gewaltanwendung zu schützen, ratifiziert hat, gibt es bisher keine erfolgreichen Bemühungen, diesen Grundsatz auch im Schweizerischen Gesetz zu verankern. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Häufigkeiten von körperlicher Gewalt in der Erziehung in Ländern mit einem gesetzlichen Verbot deutlich abgenommen haben. Dies ist in erster Linie auf die Präventions- und Aufklärungsarbeiten zurückzuführen, welche gleichzeitig mit der Gesetzeseinführung getätigt wurden.
Der Zusammenhang zwischen dem Erleben von körperlicher Gewalt in der Kindheit und Jugend und späterer Gewalttätigkeit gegen sich selbst und andere ist wissenschaftlich belegt. Umso wichtiger ist es, die Selbstbehauptungskompetenzen der Kinder und Jugendlichen im Umgang mit vermuteten, erlebten oder beobachteten Körperstrafen zu stärken. Sie müssen wissen, dass Hilfe in Anspruch genommen werden kann und dass Lösungen gefunden werden können, ohne dass Familien auseinandergerissen werden müssen.
Die Steuergruppe
Das Projekt wir von einer Steuergruppe begleitet. Diese beurteilt, wo angebracht mit Einbezug externer Fachpersonen, jede Phase des Projekts, trifft sich zu regelmässigen Sitzungen und bleibt im gegenseitigen Austausch, so dass Optimierungen und Verlaufsanpassungen auch während des Projekts vorgenommen werden können. Wir sind auf der Suche nach Personen, welche daran interessiert sind, dieser Gruppe anzugehören und mitzudenken.
Die Partner
NCBI konnte verschiedene Organisationen dafür gewinnen, die Projektidee zu unterstützen. Das Projekt ist so breit abgestützt und kann durch die Mitarbeit verschiedener Organisationen noch mehr Wirkung erzielen. Wir sind auch weiterhin auf der Suche nach neuen Partnerorganisationen und Sponsoren, welche an der Projektidee und an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Mit folgenden Partnerorganisationen wird bereits zusammengearbeitet:
- Kinderschutz Schweiz
- SAJV (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände)
- infoklick
- Jungwacht Blauring
- CEVI
- Pfadibewegung Schweiz
- Juseso Verein
- VOJA (Vernetzte offene Kinder- und Jugendarbeit Kanton Bern)
- Basler Freizeitaktion
- Kidsevent.gr
- askja Baselland
- Contact Netz
- Wen-Do Bern
- Schweizerisches Institut für Gewaltprävention (SIG)
Das Projekt wird gefördert durch
- Bundesamt für Sozialversicherungen BSV

- Gesundheitsförderung Schweiz

- Migros Kulturprozent

- Stiftung Kinder und Gewalt

- IHRF (Keine Daheimnisse erhielt den IHRF Förderpreis 2011)

Wenn Sie daran interessiert sind, mit einer Kinder- oder Jugendgruppe oder in der Steuergruppe am Projekt mitzuwirken oder wenn Sie weitere Informationen wünschen, dann wenden Sie sich an:
Anina Mahler:
anina.mahler(at)ncbi.ch
031 311 55 09
oder
Faton Jusufi
faton.jusufi(at)ncbi.ch
076 567 18 62
Projektkoordinatorinnen „Keine Daheimnisse!“. Wir informieren Sie gerne!
aktualisiert am: 07.02.2012, webmaster

