Eritrea-Praxiskurs

Integration und die eritreische Migration in der Schweiz – Herausforderungen und Chancen bei der Zusammenarbeit

Wer im (Berufs-)Alltag mit Geflüchteten aus Eritrea im Kontakt ist, begegnet Konflikten und Herausforderungen, die die Zusammenarbeit erschweren. In dieser eintägigen Weiterbildung werden die Teilnehmenden dabei unterstützt, diese Herausforderungen, aber auch Chancen für diesen Berührungspunkt zu erkennen. Weiter werden Teilnehmende dabei durch die Kursleitung ermutigt, Lösungsansätze für  bestehende Herausforderungen  zu sehen, sich in ihrem Beschäftigungsfeld noch wirksamer einsetzen zu können und Chancen zu nutzen.

Der Kurs soll Professionellen (Sozialarbeiter, Asylbetreuung u.a.), die mit Eriteer_innen arbeiten, zur Fortbildung dienen und/oder sie in ihrer Arbeit unterstützen. Der Kurs richtet sich an alle Personen, die in eine Zusammenarbeit mit eritreischen Personen involviert sind, sich dadurch den Herausforderungen stellen und Chancen nutzen wollen. Es ist empfehlenswert, dass ein paar Leute aus der gleichen Gegend, Institution oder Gemeinde miteinander am Kurs teilnehmen, da dieser auch die Kooperation innerhalb eines Arbeitsteams fördert und Anstoss für neue Umsetzungsideen am Arbeitsort gibt.

  • Erweiterung des Wissens über Kultur, Lebensweise und demographische Zusammensetzung der eritreischen Landsleute
  • Vermittlung von Unterschieden und Parallelen zur Schweiz und der direkte Zusammenhang mit Beratung und Integration
  • Einblick in Gesundheitsschwerpunkte, die spezifisch in den Kontext von Flucht und Integration gesetzt werden
  • Authentische Erfahrungsberichte von eritreischen Landsleuten mit Fluchterfahrungen
  • Austausch über Praxisbeispiele bei der Betreuung und Begleitung eritreischer Sozialhilfebeziehende inklusive Empfehlungen aus kantonalen Pilotprojekten

Ausblick 2017: Nächster Kurs in Zürich im November 2017

Informationen zu den Kursdaten,  zur Kursleitung und zum Kursort finden Sie auf der Ausschreibung.

Um sich anzumelden, drucken Sie die entsprechende Ausschreibung aus und schicken sie ausgefüllt an uns ein oder melden Sie sich direkt online an.

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Es ist auch möglich, massgeschneiderte Weiterbildungen an anderen Orten öffentlich oder intern für Organisationen durchzuführen. Weitere Informationen: eri.info(a)ncbi.ch 044 721 10 50

Leitung des Kurses im November 2017

Dr. Fana Asefaw (eritreische Kinder- und Jugendpsychiaterin),  Pheben Ashgedom (eritreische Brückenbauerin und Dolmetscherin), Ron Halbright (Co-Geschäftsleitung NCBI Schweiz) und Samson Kidane (eritreischer Brückenbauer)

Zielsetzungen

NCBI möchte mit diesem Kurs das Verständnis der Fluchtgründe und -erfahrungen eritreischer Flüchtlinge fördern und Demografische Begebeneheiten der Eritreer_innen in der Schweiz, ihren Familiensystemen, kulturellen Ähnlichkeiten und Unterschieden sowie deren Einfluss auf Beratung und Integration aufzeigen. Teilnehmende sollen einen vertieften Einblick in spezifische körperliche und psychische Gesundheitsthemen der Eritreer_iinnen im Zusammenhang mit Flucht und Integration erleben. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet der Austausch über Praxisbeispiele bei der Betreuung und Begleitung eritreischer Sozialhilfebeziehende inklusive Empfehlungen aus kantonalen Pilotprojekten.

Eine weiterführende Zusammenarbeit nach dem Kurs ist auch möglich. Dies ist schon in mehreren Regionen passiert.

Adressat/innen

  • Sozialdienste
  • Asylbetreuung
  • Schulsozialarbeit
  • Lehrpersonen
  • andere Professionelle und Freiwillige, die mit Eritreer/innen arbeiten

Wir empfehlen, dass ein paar Leute aus der gleichen Gegend, Institution oder Gemeinde miteinander am Kurs teilnehmen.
Vorgesehen sind zwischen 20 und 50 Teilnehmende. Der Kurs wird von vier Personen in der Hauptleitung geleitet, und von sechs eritreischen Brückenbauer/innen mit Fluchterfahrung begleitet. Es wird teilweise in Austausch-Gruppen gearbeitet.

Inhalte

Das Programm beinhaltet Themen wie: Demographie, Kultur und Lebensweise von Eritreer/innen, physische und psychische Gesundheit von eritreischen Geflüchteten, Lösungsansätze für Herausforderungen und Erkennen von Chancen bei der direkten Zusammenarbeit, und die direkte Umsetzung im Arbeitsfeld.

Struktur und Methodik

Die eintägige Weiterbildung findet im zeitlichen Rahmen von acht Stunden (inklusive stündiger Mittagspause) statt. Der Praxiskurs ist interaktiv und durch Vorträge, den Erfahrungsaustausch und Podiumsdiskussionen von Fachpersonen im Bereich Integration von Eritreer/innen in der Schweiz gestaltet. Die Teilnehmenden werden mit einer Kursmappe ausgestattet, in welcher wichtige Unterlagen (PowerPoint-Präsentation mit Platz für Notizen, Zeitungsartikel, Statistiken usw.) enthalten sind, in welcher die Teilnehmenden nach und während der Weiterbildung immer wieder lesen können. Durch den direkten Austausch mit eritreischen Brückenbauer_innen mit Fluchterfahrung haben Anwesende die Möglichkeit, persönliche Fragestellungen zu beantworten. Ausserdem werden sie dazu ermutigt, die Lösungsansätze in Form von direkte Umsetzungsmöglichkeiten für ihren Arbeitsalltag schriftlich festzuhalten und auch zu einem späteren Zeitpunkt selbstständig zu reflektieren.

Kosten

Die Kosten des Kurstages inkl. Zwischenverpflegung, Kaffee  und Mineralwasser (exkl. Mittagessen):

  • Normaltarif CHF 260.-
  • Ermässigung (Studierende/mit Legi) CHF 130.-

Im Preis inbegriffen sind dir Kosten für die Tagungsdokumentation und Pausenverpflegung.

Stimmen zum Praxiskurs

Jeder sollte sein „Halbwissen“ (aus den Medien) erweitern und einmal die Gelegenheit haben, mit einem Eritreer persönlich zu sprechen.

  • Anonym
    Ich werde diesen Kurs vor allem Fachpersonen weiterempfehlen. Aus meiner Sich sind Eritreer passende Flüchtlinge für die Schweiz: Freundlich, höflich, arbeitswillig mit ihrer Herzlichkeit und Fröhlichkeit eine Bereicherung.

– Anonym

Meinen Eindruck und Intuition, dass die Begleitung und Betreuung nebst einer grossen Bereicherung auch Kampf bedeutet, hat sich bestätigt. Dies macht mir Mut.

– Anonym